April 2022

19. April 2022 : Verschiedene Aufträge vergeben; Nahwärmeversorgung in Planung; Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge

Niederwinkling:  (ek) Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend wurden mehrere Bauaufträge vergeben. Eine Nahwärmeversorgung ist in Planung. Auch in Niederwinkling wurden ukrainische Flüchtlinge aufgenommen.

Vier eingereichten Baugesuchen stimmte der Gemeinderat zu, darunter der Errichtung einer Lager- und Unterstellhalle in der Bernrieder Straße. Das Projekt „Blühflächen in Niederwinkling“ wird auch im Jahre 2022 durchgeführt. Die Projektleitung und die Abwicklung der Entschädigungszahlungen wird an das Kommunalunternehmen übertragen. Die Vorbereitungen für das 150-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Niederwinkling, das vom 1. bis 4. Juli stattfindet, sind voll im Gange. Auf Beschluss des Gemeinderates beteiligt sich die Gemeinde Niederwinkling am Vitalitätscheck zur Innenentwicklung von Dörfer und Gemeinden.

Der Auf- und Ausbau einer Nahwärmeversorgung für den Kernort Niederwinkling ist in Planung. Der Trassenverlauf soll im Bereich Bayerwaldstraße, Hauptstraße, Bajuwarenstraße, Schmidacker und Deggendorfer Straße erfolgen. Die Anwohner dieses Bereiches wurden zu einer Bedarfsabfrage per Post angeschrieben. Nach Rücksendung der Fragebögen erfolgt die Auswertung der Interessensbekundung sowie die weiteren Planungen. Auch die Firmen und Unternehmen im Industrie- und Gewerbegebiet Schaidweg werden gebeten, mit der Gemeinde beziehungsweise dem Kommunalunternehmen in Kontakt zu treten, wenn sie Interesse an einer Wärmeabnahme haben.

In den  Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach wurden bisher vierzig Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen; davon achtzehn in Niederwinkling. Sie konnten an bereits gemeldete und zur Verfügung stehende Wohnungen vermittelt werden. In diesem Zusammenhang lobte Bürgermeister Waas die beeindruckende Hilfsbereitschaft in der Gemeinde Niederwinkling und hob auch die Spendenaktion des FC Niederwinkling hervor. Das Gemeindepersonal und Quartiersmanagerin Rita Widmann, die in ständigem Kontakt mit den Behörden und den ukrainischen Flüchtlingen stehen, koordinieren alles Notwendige. Mittlerweile hat auch ein Deutschkurs für die ukrainischen Flüchtlinge im Bürgerhaus begonnen und die Kinder wurden in die Schule eingegliedert. Einige Flüchtlinge haben auch bereits eine Arbeit aufgenommen.

Die Planung des Staatlichen Bauamts zur Sanierung der Staatsstraße von der Bundesautobahn A 3 bis zur Ortsausfahrt Richtung Deggendorf ist voll im Gange. Ursprünglich war angedacht, auch die fällige Sanierung der Industriestraße in diesem Rahmen vorzunehmen. Da sich bei der Begutachtung der Straßenoberfläche nun herausgestellt hat, dass nicht nur die Deckschicht, sondern auch die Frostschutzschicht erneuerungsbedürftig ist, wird diese umfangreiche Maßnahme nicht im Rahmen der Staatsstraßensanierung vorgenommen. Der Gemeinderat beschloss, die gründliche Sanierung der Industriestraße im Rahmen der Erschließungsarbeiten für das Industriegebiet „Schaidweg-Nord“ vorzunehmen und so diese Straße auch für den zu erwartenden Schwerverkehr mit hoher Frequentierung nutzbar zu machen. Ob im Rahmen der Staatsstraßensanierung auch die Böschungssanierung an der Staatsstraße nördlich der Bundesautobahn A 3 vorgenommen wird ist noch abzuklären. Das Staatliche Bauamt hat bei einer Ortsbegehung der Gemeinde angeboten, unter 50%-iger Beteiligung an den Kosten die Maßnahme durchzuführen. Dies wurde vom Gemeinderat abgelehnt.  

Desweiteren berichtete Bürgermeister Waas über das Kommunalunternehmen. Der Kauf von zwei Unimogs mit Böschungsmähgerät wurde in Auftrag gegeben. Bei einem Unimog gibt es Lieferverzögerungen aufgrund ausstehender Zubehörlieferungen. Von Seiten des Marktes Schwarzach wurde der Auftrag für die Weiterführung der Böschungsmäharbeiten erteilt. Das Kommunalunternehmen Niederwinkling mit dem Quartiersmanagement sowie des Caritasverbandes Straubing beteiligt sich an der diesjährigen Aktionswoche des Bayerischen Sozialministeriums mit zahlreichen Veranstaltungen in Niederwinkling. Bei der Kreativen Dorfwerkstatt erfolgen nächste Woche die Estrich-Arbeiten im Gebäude, die Ausschreibung der Innenausstattung wird vorbereitet und der Auftrag für die Kücheneinrichtung wurde vergeben.

Diskussionen gab es um den Standort des Zahlautomaten der Raiffeisenbank. Der Standort beim Dorf- und Begegnungszentrum wurde abgelehnt. Beim Kommunalen Wohnungsbau in Welchenberg stimmte der Gemeinderat der Fertigstellung der Außenanlagen mit den notwendigen Pflanzmaßnahmen zu. Der Auftrag für die Umzäunung erfolgt nach Angebotseinholung. Die Stellplatz- und Carportthematik wird hinsichtlich der entstehenden Kosten geprüft und den Mietern erläutert.

Für den Glasfaser-/Breitbandausbau wurden die Planungsleistungen an das Ingenieurbüro HPE vergeben. Die Beratung der Fachstelle für pflegende Angehörige im Ehrenamtsbüro des Begegnungszentrums wird gut angenommen; die Maßnahme wird fortgeführt. Der Auftrag für die Tief- und Straßenbauarbeiten betreffend Ausbau der Fellinger Straße wurde an die Firma Strabag vergeben. Betreffend Baugebiet Welchenberg wurden verschiedene Grundstücksverträge abgeschlossen.

Beim Kommunalen Wohnungsbau Kiefernweg 29 werden noch Balkonbelagsarbeiten durchgeführt; für die Treppenzwischenwand, die Schließanlage und die Außenanlagen wurden die Aufträge vergeben. Voraussichtlich ab 1. Juli sind die neun Wohnungen bezugsfertig. Zwei Wohnungen werden für Ukraine-Flüchtlinge zurück gehalten. Die Mietzinskalkulation wurde vorgestellt.

Informiert wurde der Gemeinderat über den Aufgabenbereich und die Organisation der Liegenschaftsverwaltung. Aufgrund der steigenden Anzahl der Gebäude wird ein eigenes Mähgerät angeschafft. Das Förderprogramm für das Klimaschutzmanagement wird bis zum Jahre 2025 verlängert. Hierfür muss eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Kommunalunternehmen abgeschlossen werden. Schließlich beschloss der Gemeinderat, dass die Kosten in Höhe von 12.000 Euro für den Platzunterhalt des FC Niederwinkling (Vertikutierung und Besandung des Hauptplatzes und des Trainingsplatzes) von der Gemeinde übernommen werden. In den Klassenräumen der Grundschule und in der Turnhalle werden Lüftungsgeräte eingebaut. Die Maßnahme wird mit Bundesmittel achtzig Prozent bezuschusst; die Mehrkosten trägt die Gemeinde. Angeregt wurde noch die Aufstellung weiterer Geschwindigkeitsmessgeräte sowie eine bessere Beschilderung des Radweges. Gemeinderat Jürgen Wallstabe gab bekannt, dass die Dichtungstechnik am 24. Juni im begrenzten Kreis die Einweihung des neuen Laborgebäudes feiert. Ein Tag der offenen Tür findet am Sonntag, den 26. Juni statt und die Feier mit der Belegschaft am 8. Oktober in Osterhofen.